Maßnahme 04b Hochwasserschutzübung


In den vergangenen Jahren, unter anderem in 2010, ist weiten Teilen der Ostniederlande, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens extrem viel Niederschlag gefallen.

Diese Situation hat zu zahlreichen Problemen geführt und lokal auch Schäden verursacht. Diese Ereignisse zeigten, dass ein guter und rechtzeitiger Informationsaustausch zwischen niederländischen und deutschen Wasser- wie Katastrophenschutzbehörden sehr wichtig ist. In 2011/2012 haben die beteiligten Organisationen diesbezüglich Absprachen getroffen. Auf der Grundlage dieser Absprachen wurde ein Hochwasser-Alarmplan erstellt, und im Oktober 2016 wurde dazu die deutsch-niederländische Hochwasserübung „Grenzenloser Regen“ durchgeführt.

Zur Vorbereitung der Übung wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Entwicklung eines Drehbuchs, die Gestaltung eines Übungsszenarios und die Ausschreibung für externe Unterstützung begleitet. Ziel ist es, die im Voraus festgelegten gemeinsamen Trainingsziele zu erreichen und so realistisch wie möglich zu üben. Inzwischen wurde ein Projektbüro mit der Koordinierung beauftragt und wurde das Übungsszenario entwickelt.

Eine Evaluation findet anschließend statt. Die aus der Übung gewonnenen Erkenntnisse werden analysiert und bei der Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Vorbereitung auf und während Hochwassersituationen berücksichtigt.

Stand der Dinge

Aus der Übung in 2016  ergaben sich Handlungsperspektiven und Empfehlungen, die im Zeitraum 2017-2019 umgesetzt wurden. Im Sommer 2021 findet im Rahmen des LIVING-Projekts eine zweite grenzüberschreitende Hochwasserübung im Einzugsgebiet der Vechte und der Dinkel statt. In Bezug auf die Gestaltung wird die Übung der Übung "Grenzenloser Regen" ähnlich sein. Die Ziele richten sich auf grenzüberschreitende Alarmierung, Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung.

Die folgenden Organisationen nehmen an der Übung teil: Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Kreis Borken, Bezirksregierung Münster, Waterschap Vechtstromen, Waterschap Drents Overijsselse Delta, Rijn und IJssel Wasserverband. Neben diesen Organisationen wurden auch die Veiligheidsregio (samenwerkingsverband tussen gemeenten, politie, brandweer en gezondheidszorg die tijdens calamiteiten voor de bestrijding er van zorg draagt)'s IJsselland, Twente und Noord- en Oost Gelderland zur Teilnahme eingeladen.